Samenbomben aus alten Eierkartons formen

Aus ausgedientem Pappkarton und bienenfreundlichem Saatgut entstehen in zwanzig Minuten kleine Naturgrüße zum Einpflanzen und Verschenken.

PAPIER & NATUR

10/29/20262 min read

Im Frühling wächst der Wunsch, wieder mit Erde und Samen zu hantieren, selbst wenn es draußen noch frisch ist. Selbstgemachte Samenbomben sind eine unkomplizierte Möglichkeit, unbedruckte Eierkartons sinnvoll weiterzuverwenden und gleichzeitig etwas für heimische Wildbienen vorzubereiten. Das Projekt ist absolut küchentischtauglich und macht auch den jüngsten Familienmitgliedern Freude.

Faserbrei ohne großen Aufwand anrühren

Man zerreißt einen unbedruckten Eierkarton in kleine Stücke und weicht diese in einer Schüssel mit warmem Wasser für etwa zwanzig Minuten ein. Anschließend wird die Masse mit den Fingern kurz durchgeknetet, bis ein formbarer, weicher Faserbrei entsteht. Für dezente Naturtöne kann man einen Löffel Kaffeesatz oder etwas Kurkumapulver unterrühren.

Saatgut schonend einarbeiten

Nun drückt man das überschüssige Wasser mit beiden Händen behutsam heraus, sodass der Brei feucht, aber nicht tropfnass bleibt. Jetzt hebt man eine Handvoll regionale Wildblumensamen unter und rollt mit den Handflächen walnussgroße Kugeln. Wichtig ist dabei sanfter Druck, damit die feinen Samenhüllen unbeschädigt bleiben und später zuverlässig keimen.

Liebevoll verpackt für Garten und Balkon

Auf einem alten Geschirrtuch trocknen die Kugeln innerhalb von zwei Tagen an einem warmen Ort vollständig durch. Zusammen mit einer schlichten Papiertüte aus Kraftpapier werden sie zu einem kleinen Geschenk, das mitwächst. Ein handgeschriebener Zettel mit dem Hinweis, die Kugel einfach in feuchte Erde zu drücken, rundet die Überraschung ab.